Häufig gestellt Fragen
Warum wurde der Verein gegründet?
Der Lebensraum Grindelwald und der Tourismus haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Obwohl Grindelwald direkt und indirekt vom Tourismus lebt, ist in Teilen der Bevölkerung das Verständnis gegenüber gewissen Entwicklungen gesunken. Viele Einheimische fühlen sich im eigenen Tal nicht mehr so wohl wie früher.
Der Verein «zäme fir Grindelwald» möchte eine Plattform bieten, auf der sich die Bevölkerung aktiv, sachlich und generationenübergreifend in Zukunftsfragen einbringen kann – sei es bei Tourismus, Bauprojekten, Lebensraum oder Verkehr.
Seid ihr gegen den Tourismus?
Nein – ganz im Gegenteil. Wir leben vom Tourismus und wollen ihn fördern, aber in einem Rahmen, der auch für die breite einheimische Bevölkerung stimmt. Es braucht ein Miteinander, nicht ein Gegeneinander. Unser Ziel ist es, Verständnis zu schaffen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln um bestehende Konflikte zu lösen oder zukünftige Konfliktpotentiale frühzeitig zu erkennen.
Warum braucht es einen neuen Verein – es gibt doch schon viele?
Wir sind überzeugt: Keiner der bestehenden Vereine vertritt derzeit die breite Bevölkerung von Grindelwald. Viele fokussieren auf Tourismus, Zweitwohnungen, Gewerbe oder Hotellerie – alle wichtig, aber mit spezifischer Ausrichtung.
Unser Verein ist unabhängig, sachlich, ortsverwurzelt – und offen für alle, die mitgestalten wollen.
Was macht «zämä fir Grindelwald» anders?
- Wir setzen auf ein modernes Beteiligungskonzept: Umfragen & Abstimmungen digital, nicht nur an Versammlungen
- Wir fördern Meinungsvielfalt – gerade auch von Menschen, die bisher selten gehört wurden
- Wir schaffen Interessengemeinschaften (IGs) zu spezifischen Themen
- Wir vertreten keine Einzelinteressen – bei uns steht Grindelwald im Zentrum
Wie ist der Vorstand organisiert?
- Wir arbeiten mit einem Co-Präsidium – für mehr Meinungsbreite
- Der Vorstand besteht aus Personen mit steuerrechtlichem Wohnsitz in Grindelwald
Werden auch Jugendliche einbezogen?
Ja! Jugendliche ab der 8. Klasse bis zum 20. Lebensjahr sind beitragsfrei als Aktivmitglieder willkommen. Zudem möchten wir jedes Jahr ein Projekt mit der 9. Klasse zur Entwicklung Grindelwalds realisieren.
Was sind die kurzfristigen Ziele?
- Start einer Dorfumfrage zur Lebensqualität und Wahrnehmung des Tourismus
- Mitsprache bei aktuellen Bauprojekten (Sportzentrum & Firstbahn)
- Aufbau der IG Areal Furhenmatte / Bär als Stimme aus dem Dorf für das Dorf
Was ist mit der Firstbahn?
Wir sind nicht gegen das Projekt Neubau Firstbahn und nicht grundsätzlich gegen den geplanten Standort. Wir sehen aber Probleme in der Art und Weise, wie gewisse Gruppen – z. B. die IG Pro Grindelwald Dorf – auftreten. Diese vertritt nicht die ganze Bevölkerung, auch wenn der Name es suggeriert.
Wir möchten:
- Anliegen der Betroffenen (z. B. Anwohnende & Gewerbe) erfassen
- Öffentliche Stellungnahmen zu verbreiteten Informationen abgeben
- Den Dialog lösungsorientiert und transparent begleiten
Was sind die langfristigen Ziele?
- Grindelwald gemeinsam weiterentwickeln, mit Respekt für Natur, Menschen und Tradition
- Projekte frühzeitig mitgestalten, statt später nur „Ja“ oder „Nein“ sagen zu dürfen
Thematisch arbeiten in den Bereichen:
- Tourismus
- Landwirtschaft
- Dorf & Wohnen
- Kultur & Gemeinschaft
- Nachhaltigkeit
- Jugend
Wer kann im Verein mitmachen?
Alle Einwohner*innen mit steuerrechtlichem Erstwohnsitz in Grindelwald. Es braucht keine Erfahrung – nur Interesse am Dorf. Auch reine Gönner sind willkommen. Die Arbeit ist ehrenamtlich.
Kann ich im Verein mitmachen, ohne in der IG aktiv zu sein?
Ja, absolut. Der Verein hat mehrere Themenfelder, nicht nur das Areal Fuhrenmatte / Bär. Du kannst dich dort engagieren, wo du möchtest.
Wer entscheidet, welche Themen im Verein bearbeitet werden?
Die Mitglieder selbst – per Vorschlag, IG-Gründung oder Beschluss an Versammlungen.
Es soll aus der Bevölkerung heraus entstehen, nicht von oben diktiert.
Wie finanziert sich der Verein?
Durch Mitgliederbeiträge (ausser Jugendliche), freiwillige Spenden und ggf. projektbezogene Förderbeiträge.
Wie stellt ihr Transparenz sicher?
Offenlegung der Themen, Kontakte & Aktivitäten über Website, Veranstaltungen und Mailings.
Entscheidungen werden dokumentiert und für Mitglieder nachvollziehbar gemacht.
Was passiert mit den Rückmeldungen aus der Bevölkerung?
Sie werden ausgewertet, thematisch geordnet und in einem Beteiligungsbericht aufbereitet.
Dieser dient dann als Grundlage für Gespräche mit Bahnen, Gemeinde oder Tourismusorganisationen.
Wie steht ihr zu anderen Vereinen im Dorf?
Wir sehen uns als Ergänzung, nicht Konkurrenz.
Wir suchen bewusst Dialog mit bestehenden Gruppierungen, möchten aber eine unabhängige Stimme der Bevölkerung bleiben.
Warum braucht es neue Strukturen, wenn es schon Gemeindeversammlungen gibt?
Viele Themen werden zu spät oder zu wenig vertieft diskutiert.
Der Verein bietet frühzeitige Mitsprache & Raum für Themen, die nicht auf der offiziellen Traktandenliste stehen.
An einer Gemeindeversammlung das Wort zu erheben ist nicht für jede Person ein einfacher Schritt.
Kann ich auch ohne viel Zeit aktiv werden?
Ja! Schon ein einmaliger Beitrag, eine Idee oder ein Workshop-Besuch ist wertvoll.
Könnt ihr Einfluss auf Bauprojekte nehmen?
Offiziell nicht direkt – aber über Beteiligungsberichte, Öffentlichkeitsarbeit und Gespräche wollen wir gehört werden.
Warum bezieht ihr so klar Stellung zur IG Pro Grindelwald Dorf?
Weil wir glauben, dass einseitige Kommunikation mit persönlichem Interesse nicht die Dorfgemeinschaft widerspiegelt.
Seid ihr politisch aktiv oder parteinah?
Nein. Der Verein ist politisch und konfessionell neutral.
Was passiert mit meinem Mitgliederbeitrag?
Er wird für Informationsarbeit, Beteiligungsformate und lokale Projekte verwendet – transparent und zweckgebunden.