zäme fir Grindelwald
 



Mitwirkung Ersatz Firstbahn

Der Verein «zäme fir Grindelwald» hat sich in den letzten Wochen intensiv mit dem geplanten Neubau der Firstbahn auseinandergesetzt. Dabei haben wir uns zu verschiedenen Punkten vertieft Gedanken gemacht und diese in einem Mitwirkungsschreiben festgehalten.
Dieses Schreiben steht nicht nur unserem Verein offen, sondern darf gerne auch von Privatpersonen genutzt werden – sei es in der bestehenden Form oder individuell angepasst. Ziel ist es, dass möglichst viele Stimmen und Perspektiven in die Mitwirkung einfliessen und die Anliegen der Bevölkerung gehört werden.



Newsletter August

Der Verein «zäme fir Grindelwald» hat in den vergangenen Wochen die vertiefte inhaltliche Arbeit zu verschiedenen Themenfeldern aufgenommen. Ziel ist es, Anliegen aus der Bevölkerung aufzugreifen und konstruktiv in laufende und künftige Planungsprozesse einzubringen.

Der Verein steht derzeit im Austausch mit verschiedenen lokalen Institutionen – darunter politische Parteien, Tourismusorganisationen, Gewerbevertretungen sowie weitere zivilgesellschaftliche Gruppen. Es werden mehrere aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Dorfentwicklung, Verkehr, öffentlicher Raum, Tourismus, Wohnen und Nachhaltigkeit diskutiert, bewertet und mit konkreten Rückmeldungen begleitet.


Mitte Juli fand eine ausserordentliche Mitgliederversammlung statt, bei der bereits zentrale Aspekte der Ersatzplanung der Firstbahn – insbesondere der geplante Standort der Talstation auf der Fuhrenmatte, die verkehrliche Gesamtsituation im Dorf sowie Fragen zur Beteiligung der Jungfraubahnen an den Infrastrukturkosten – ebenso wie das Sportzentrum und das Projekt Regina – umfassend diskutiert wurden. Um auch jenen Mitgliedern eine Stimme zu geben, die an der Versammlung nicht teilnehmen konnten, wurde im Anschluss eine vereinsinterne Umfrage durchgeführt. Diese bildet nun die Grundlage für konkrete Positionierungen des Vereins.

Position zur Ersatzplanung der Firstbahn

gs

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass innerhalb des Vereins eine mehrheitliche Unterstützung für den geplanten Standort der Talstation Firstbahn auf der Fuhrenmatte besteht. Gleichzeitig wurde , dass sich ein Teil der Mitglieder kritisch äussert oder sich noch nicht festlegen konnte.
Der Vorstand betont ausdrücklich, dass auch diese Stimmen ernst genommen werden. Der Verein versteht sich als Plattform für einen offenen, respektvollen Austausch – auch bei kontroversen Themen. Kritische Rückmeldungen und Bedenken sind willkommen und fliessen in die weitere Arbeit ein.
Der Vorstand spricht sich – gestützt auf die Umfrage und auf Basis der aktuellen Informationen – für den Standort Fuhrenmatte aus, jedoch unter klaren Bedingungen:
Die Bevölkerung muss im weiteren Planungsverlauf transparent und kontinuierlich einbezogen werden.
Es braucht ein übergeordnetes, gesamtheitliches Verkehrskonzept für das gesamte Dorf, das auch angrenzende Projekte wie das Regina-Areal, das Sportzentrum und neue Wohnbauvorhaben berücksichtigt.
Zur konkreten Linienführung der neuen Bahn hat der Vorstand derzeit keine abschliessende Position bezogen. In diesem Punkt möchten wir offen bleiben für Rückmeldungen, Anregungen und unterschiedliche Perspektiven – insbesondere im Hinblick auf landschaftliche Auswirkungen und mögliche Synergien mit bestehenden Nutzungen.
Darüber hinaus setzt sich der Vorstand dafür ein, dass die Einführung eines zweckgebundenen Infrastrukturbeitrags der Jungfraubahnen zugunsten der Gemeinde offen, sachlich und lösungsorientiert diskutiert wird. Eine faire Beteiligung an den steigenden Infrastrukturkosten wird als wichtiger Beitrag für die nachhaltige Entwicklung Grindelwalds angesehen.

Projekt Regina

Der Verein beschäftigt sich derzeit mit dem Projekt Regina, das für die zukünftige Entwicklung Grindelwalds in vielerlei Hinsicht bedeutend ist – insbesondere im Hinblick auf Infrastruktur, Tourismus und Lebensqualität im Dorf.
Der Vorstand hat dem verantwortlichen Investor Fortimo in einem Schreiben konkrete Anliegen übermittelt. Darin anerkennen wir die Bedeutung der geplanten Investition, weisen jedoch auf zentrale Herausforderungen hin – insbesondere hinsichtlich der Verkehrsbelastung am Endweg, Parkierung, Sicherheit für Schulkinder, Car-Verkehr und die Unterbringung von Personal.
Wir machen deutlich, dass sich die Rahmenbedingungen und Erwartungen in Grindelwald seit der ursprünglichen Überbauungsordnung (2014) stark verändert haben. Themen wie Mitwirkung, Verkehrslenkung und Wohnraumentlastung stehen heute im Vordergrund und sollten bei der Weiterentwicklung des Projekts aktiv berücksichtigt werden.

Sportzentrum

Auch die jüngsten Entwicklungen rund um die Sportzentrum Grindelwald AG beschäftigen den Verein.
Der Vorstand hätte sich – gerade, weil es sich beim Sportzentrum um ein zentrales Angebot für Einheimische und Gäste handelt – eine deutlich transparentere Kommunikation betreffend der finanziellen Neustrukturierung gewünscht.
Das neue Aktienkapital wurde vollständig durch Grindelwald Tourismus übernommen – entgegen früheren Aussagen, wonach auch die Gemeinde eine tragende Rolle als Aktionärin übernehmen sollte. Obwohl bereits absehbar war, dass das Sportzentrum langfristig auf öffentliche Mittel angewiesen sein wird, wurde dieser Weg ohne offene Diskussion eingeschlagen und seitens Gemeinde bis heute nicht kommentiert.
Die Sportzentrum Grindelwald AG hat eine ausserordentliche Gemeindeversammlung angekündigt. An dieser wird es um zusätzliche öffentliche Gelder gehen, welche die Sportzentrum AG dringend benötigt.
Aus Sicht des Vorstands kann eine Zustimmung zu weiteren Geldern nur dann erfolgen, wenn klare Bedingungen und Erwartungen formuliert werden – und wenn das weitere Vorgehen sowie die kurz- und langfristigen Ziele des Verwaltungsrates transparent kommuniziert werden.
Wenn Grindelwald in Zukunft weiterhin ein Sportzentrum haben soll, ist es entscheidend, dass frühzeitig ein breiter Teil der Bevölkerung das gleiche Ziel verfolgt und offen informiert wird – andernfalls wird eine erfolgreiche Umsetzung sehr schwierig.

Weiteres
Der Vorstand ist derzeit auch mit der Ausarbeitung von zwei konkreten Anträgen an den Gemeinderat Grindelwald beschäftigt. Ziel dieser Vorstösse ist es, die zukünftige Verkehrssituation grossflächig und vorausschauend zu planen sowie zentrale, zukunftsweisende Themen in einem langfristigen Leitbild festzuhalten.
Beide Anliegen zielen darauf ab, strategische Grundlagen zu schaffen, die eine nachhaltige und gemeinwohlorientierte Entwicklung Grindelwalds ermöglichen – unter aktiver Einbindung der Bevölkerung und relevanter Akteure.
Mit besten Grüssen
Vorstand Verein zäme fir Grindelwald




Newsletter 

Liebe Grindelwalderinnen und Grindelwalder

Grindelwald befindet sich im Wandel. Der Tourismus wächst, neue Grossprojekte stehen an, und unser Dorf verändert sich spürbar. Wir sind der Meinung es braucht neue Formen der Mitgestaltung. Während viele Entscheidungen von Institutionen oder Interessenvertretungen geprägt werden, fühlen sich zahlreiche Bewohner*innen nicht ausreichend einbezogen. Viele von uns haben sich in den letzten Monaten gefragt:

Wer spricht eigentlich für die Bevölkerung? Wer hört uns zu? Wer bezieht uns mit ein?

Die IG Pro Grindelwald Dorf verspricht sich für das Dorf einzusetzen, doch tut Sie das?

Wir glauben Nein.  Der kürzlich versandte Newsletter der IG Pro Grindelwald Dorf führte zu viel Gesprächsstoff bei den Einwohner*innen, viele waren davon überrascht, fühlen sich übergangen oder nicht korrekt vertreten. Auch wir teilen die Kritik an der Art der Kommunikation, dem einseitigen Ton, der Zusammensetzung des Vorstands und deren Eigeninteressen.

Dieser Newsletter war einer der Gründe für uns, selbst aktiv zu werden. Nicht mit Ablehnung, sondern mit Offenheit. Nicht gegen etwas, sondern für ein gemeinsames Mitgestalten unserer Zukunft. Wir haben den Verein «Zäme fir Grindelwald» (VZFG) gegründet – als Menschen, die hier leben, arbeiten, aufgewachsen sind oder ihre Kinder grossziehen

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Der Verein «Zäme fir Grindelwald»

Viele von uns machen Grindelwald tagtäglich zu dem was es ist – ob in der Schule, der Pflege, dem Tourismus, der Landwirtschaft, dem Gewerbe oder im Vereinsleben. Trotzdem werden wir bei grossen Entscheidungen zu wenig eingebunden. Unser Wunsch: eine Plattform schaffen, auf der die Stimmen der Einheimischen gehört werden, unabhängig von politischer oder wirtschaftlicher Funktion.

«Zäme fir Grindelwald» ist ein unabhängiger Verein von und für Grindelwalder*innen. Wir setzen uns für eine nachhaltige Entwicklung des Dorfes ein – ökologisch, sozial und wirtschaftlich. Dabei verstehen wir uns nicht als Gegner bestehender Institutionen, sondern als Ergänzung und Brückenbauer.

Grindelwald soll ein lebendiger, nachhaltiger und lebenswerter Ort für jetzige und kommende Generationen bleiben – als Heimat, Lebensraum und Tourismusdestination im Gleichgewicht.


Unser Zweck

Ziel ist es, gemeinsam mit Gemeinde, Tourismus, Gewerbe, Landwirtschaft und weiteren Institutionen Konflikte frühzeitig zu erkennen, offen zu diskutieren und nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Dabei schaffen wir Raum für sachlichen Dialog, konstruktive Kritik und themenbezogene Mitarbeit – in Form von Interessengemeinschaften (IGs) und Projekten.

Wir fordern nicht – wir gestalten mit.
Wir wollen zukünftige Projekte wie den Neubau der Firstbahn, die Gestaltung des Bär Areals oder den Neubau des Sportzentrums gemeinsam denken. Deshalb unser Vorschlag: Offizielle Arbeitsgruppen der Gemeinde, in denen Bevölkerung, Tourismus, Gewerbe und Politik gemeinsam an Lösungen arbeiten.

Alle Einwohner*innen mit steuerrechtlichem Erstwohnsitz in Grindelwald sind eingeladen, mitzudenken, mitzureden und mitzugestalten. Jugendliche ab der 8. Klasse bis 20 Jahre sind beitragsfrei.

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IG „Areal Fuhrenmatte / Bär“

Die IG «Areal Fuhrenmatte / Bär» ist eine thematische Interessengemeinschaft innerhalb des VZFG. Während die öffentliche Debatte stark auf die Standortfrage fokussiert war, möchten wir den Blick auf das grosse Ganze richten: Wie soll dieses zentrale Areal künftig gestaltet werden – im Interesse aller?

Wir wollen die Entwicklung des gesamten Areals gesamtheitlich betrachten: Verkehr, Aufenthaltsqualität, Nutzungskonflikte, Ortsbild, Verbindung mit anderen Projekten wie dem Regina oder dem Sportzentrum – all das gehört dazu.

Die IG bietet Raum für Austausch – auch ohne Vereinsmitgliedschaft. Sie ist offen für alle Grindelwalder und Grindelwalderinnen, die mitdenken, mitreden und mitgestalten möchten.

Was bewegt uns konkret?

  • Verkehr nach und in Grindelwald: Wie weiter?
  • Gestaltung des Dorfeingangs und der Dorfstrasse
  • Lenkung des wachsenden Tourismus
  • Nutzung und Planung des Areals Fuhrenmatte/Bär (inkl. Firstbahn, Regina, Sportzentrum)
  • Grindelwald 2050 – welche Vision haben wir?
  • Interessen zwischen Gewerbe, Bahnen, Einwohnerschaft und Tourismus ausgleichen
  • Was bedeutet nachhaltiger Tourismus für uns Einheimische?
  • Was kann die Bevölkerung konkret von der Jungfraubahn erwarten?

Wir sind nicht gegen das Projekt Neubau Firstbahn.

Aber: Ein „Ja“ braucht echte Mitsprache – sonst wird es zum „Muss“.

Jetzt ist der Moment, unsere Interessen zu bündeln.
Bevor Fakten geschaffen werden – ohne uns.

Wir wollen Verständnis fördern, Polarisierung vermeiden und eine Plattform schaffen, die verbindet statt spaltet.

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Jetzt ist der Moment. Für mehr Miteinander. Für mehr Beteiligung. Für die Zukunft von Grindelwald.

Grindelwald ist unser Zuhause. Gemeinsam können wir Zukunft gestalten – offen, sachlich und konstruktiv.

 

Mach mit. Sag was. Gestalte mit.


Melde dich bei uns per E-Mail, an Versammlungen – oder sprich uns im Dorf an.


Kevin Amacker

Peter Gafner

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